Ein Messer ist vor allem ein Werkzeug zum Schneiden und besteht aus einer Klinge und einem Griff. Bevor es Teil des Essbestecks wurde, wurde es vor allem zum Zerteilen von Materialien und Lebensmitteln verwendet, aber auch als Waffe. Zudem kommt es in Form eines Skalpells als Operationsbesteck zum Einsatz. Viele Menschen sind fasziniert von der Eleganz von Messern, weshalb sie zuweilen auch als Kunst- und Kulturgegenstand behandelt werden.
Kleine Kulturgeschichte des Messers als Teil des Essbestecks
Der Einsatz von Messern bei Mahlzeiten ist bereits von den Römern aus der Zeit vor Christi Geburt bekannt. Gleichzeitig wurde auch der Löffel eingeführt, der vor allem zum Führen der Nahrung zum Mund benutzt wurde, während das Messer zum Zerkleinern von zu großen Essensstücken diente. Lange Zeit trugen Männer wie Frauen Löffel und Messer in einem kleinen Beutel am Gürtel, den man im Mittelalter als “Besteck” bezeichnete. Später gesellte sich zu Löffel und Messer eine Gabel, bei Tisch wurden aber von den Gastgebern nur Gabel und Löffel zur Verfügung gestellt, das Messer musste weiterhin mitgeführt werden. In edleren Gesellschaften gab es den Beruf des Tranchiermeisters, der das Essen in mundgerechte Happen schnitt, was den Einsatz eines eigenen Messers überflüssig machte. Das Besteckmesser als fester Bestandteil des Tafelgeschirrs wurde ab dem 16. Jahrhundert publik. Dies wurde dadurch ermöglicht, dass Messer zunehmend in Massenproduktion hergestellt wurden.
Das moderne Messer
Tafelmesser hatten lange Zeit eine Spitze, die erst im Laufe der Zeit abgerundet wurde, da die Aufgabe des Aufspießens von Nahrungsmitteln immer mehr von der Gabel übernommen wurde. Die Aufgabe des Messers war nun vor allem das Zerkleinern des Essen sowie das Schieben der Portionen auf die Gabel. In der Form als Buttermesser dient es vor allem dazu, Butter oder Aufstriche auf ein Brot oder ein Brötchen zu streichen. In dieser Form kann fast vollständig auf eine scharfe Klinge verzichtet werden.











